2012.10.15 JHV Presse

Wilfried Rückert, seit 16 Jahren Chef des rund 270 Mitglieder zählenden VfR, ist bei der Jahresversammlung über seinen Schatten gesprungen. Er wird, entgegen seiner bekundeten Rückzugsabsicht, dem Verein noch ein letztes Mal vorstehen. Die Versammlung zeigte sich darob spürbar erleichtert. Aus ihren Reihen hatte sich wiederum niemand bereitgefunden, Rückert zu beerben.

Das Votum für den VfR-Chef war überwältigend ausgefallen, der auch Überlegungen kundgetan hatte, mit einem anderen Verein zu fusionieren, sollte zu gegebener Zeit niemand an seiner Stelle den Vorsitz übernehmen. Gleichwohl: „Es wird im Sinne des Vereins sein. Ich möchte nicht“, sagte der Chef, „dass der Verein nach 60 Jahren die Bücher zumacht. Das wird es garantiert nicht geben. Da haben alle zuviel Herzblut hineinfließen lassen.“

Die Versammlung war über weite Strecken von teilweise heftigen Turbulenzen interner Natur bestimmt, die ihren Ursprung in sehr gegensätzlichen Stimmungslagen und Interessen zu haben scheinen. Dabei hatte neben persönlichen Animositäten auch die mangelnde Bereitschaft der Jüngeren eine Rolle gespielt, Verantwortung zu übernehmen. Angesichts der Tatsache, dass etliche Funktionäre schon vor Ablauf ihrer Amtszeit das Handtuch geworfen hatten, stellte der Vorsitzende klar: „Es geht nicht nur einfach ums Gewähltwerden. Ein Amt zu übernehmen bedeutet auch Arbeit. Seid Euch dessen bewusst.“

Die Bilanzen der Funktionäre fielen überwiegend positiv aus, sei es in sportlicher, finanzieller oder gesellschaftlicher Hinsicht. Die Versammelten einigten sich auch auf moderate Anhebung der Mitgliedsbeiträge.

Dem Vorstand gehören neben Wilfried Rückert wiederum Klaus-Dieter Kolb als dessen Vize, Alexander Kunsmann als Geschäftsführer, Doris Bastian als Erste Kassiererin sowie Willi Grams als Zweiter Kassier, Fatin Ünal als Erster und Cetin Yesil als Zweiter Jugendleiter an, ferner als Spielausschussvorsitzender Davut Öztürk und als dessen Stellvertreter Roland Mai. Platzkassierer sind Hans Scholz und Karl Bastian, Kassenprüfer Friedel Scharf und Thomas Seidel. Es wurden Appelle laut, zur Zusammengehörigkeit, zu Freundschaft und gegenseitigem Verständnis zurückzufinden.

Rhein-Main-Presse
Der Kapitän bleibt an Bord
15.10.2012 - RÜSSELSHEIM

 

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